Im Gegensatz zu anderen Gutscheinen zeugte dieser aber nicht von Einfallslosigkeit, sondern sollte mein rastloses Naturell befriedigen. Ich bekam eine Einladung zu einem Kurztrip nach Wien geschenkt. Nun verhält es sich so, dass mein Geburtstag reisetechnisch nicht so günstig liegt. Also vorausgesetzt, man möchte weder eine Fernreise machen, noch dem Wintersport frönen. Trotzdem wollte ich mit der Einlösung des Geschenks auch nicht ewig warten. Also gings rund um den 6. Jänner (wie man dort sagt) nach Wien.
Klasse Idee ;)
Die Anfahrt war vielversprechend: nix los auf der Autobahn. Alle schon wieder daheim.
Ankunft im Hotel: Prima. Zimmer schön. Nicht gross, aber wer braucht bei einem Städtetrip schon ein grosses Zimmer? An der Rezeption eröffnete man uns, dass es in der Innenstadt ausschliesslich Kurzzeitparkplätze gebe. Wussten wir nicht. Ist für den Nichtwiener auch nicht ohne weiteres erkennbar. Wer erwartet schon ein Hinweisschild, wenn man immer nur für eine Stunde parken darf?
Naja, das Hotel hatte den unschlagbaren Service, alle Stunde für €1,20 ein Parkticket nachzulösen. Was mir zunächst sehr teuer erschien, erwies sich als wahres Schnäppchen. Die Internetrecherche ergab, dass das günstigste Parkhaus in der Wiender Innenstadt schlappe €3,00 pro Stunde verlangt. Ohne Worte ...
So waren wir also der logistischen Probleme ledig und machten uns frohen Mutes zu Fuss auf in die Stadt. Es stand der unglaubliche Fussmarsch von ca. 15min bevor. Es war auch nicht so, dass wir irgendwie nicht dem Winter angemessen gekleidet gewesen wären. Nach 10 min hatte ich aber das Gefühl gefriergetrockneter Ohren, die bei der nächsten Berührung akut abbruchgefähr
Also konnte der Spaziergang durch Wien folgen. War dann recht kurz, da wir mittlerweile richtig durchgefroren waren. Der Wind war die fiese Komponente. Ohne Wind war die Temperatur sogar fast erträglich.
Somit folgte das Abenteuer: Restaurant suchen. So ohne Reiseführer, Anhaltspunkt oder sonstwas. Wir sind natürlich in einer riesen Touriattraktion gelandet. Mässiges Essen mit noch mässigerer Bedienung bei beeindruckenden Preisen. Egal! Haptsache was warems im Bauch!
Und das Highlight folgte, als wir auf dem Heimweg im Café zentral einkehrten und in einem ungal
So sollte das Café Central in den kommenden zwei Tagen auch unser Frühstücksdomizil sein. Wir wurden nicht enttäuscht!
Der nächste Morgen hielt dann eine neue Überraschu
Auch gut. Aber da Feiertag war, hielt sich der Autoverkehr in Grenzen, und
Das Abendessen führte uns in ein serbisches Lokal. Essen und Service waren schon viel besser als am Tag zuvor. Aber zum wahren Genuss fehlte noch ein Quentchen Qualität. Wir waren wohl auch zu müde uns insgesamt zu durchgefroren, um uns wirklich auf die Balkanathmosphäre einlassen zu können.
Der letzte Tag sollte ganz im Zeichen der kulinarischen Entdeckungen stehen: Schokoladenladen, Naschmarkt und ein Kochbuchladen, der Seinesgleichen sucht. Wir haben ewig gestöbert und geschmökert und ich musste mich beherrschen, nicht mehr als ein Grundlagenbuch, ein Backbuch und ein schönes Küchenposter mitzunehmen.
So viel zu Wien!
Schön wars!
Wir haben uns einen weiteren Besuch geschworen, da wir uns noch vieles anschauen wollen. Aber das nächste Mal in einer Jahreszeit, in der die zu erwartende Tagestemperatur konstant über +10Grad liegt!!
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