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Sonntag, 4. Dezember 2016

Systemfehler Krankheit

Gesellschaftlich ist ja die Wunschvorstellung, dass ein Elternteil maximal ein Jahr zur Kinderbetreuung zu Hause bleibt, und danach alle wieder brav Vollzeit arbeiten, während der Nachwuchs kompetent ganztags fremdbetreut wird.
Aber egal in welchem Umfang wieder gearbeitet wird, eine Tatsache  erweist sich als großer Stolperstein:
Bis zum Schuleintritt sind 12 Infekte im Jahr bei einem Kind völlig normal. Und wenn ein Kind früh und lange mit anderen Kindern in intensiven Kontakt kommt, werden die Infekte nicht weniger.
Und genau hier fängt der Eiertanz an: wohin mit dem kranken Kind?

Montag, 17. Oktober 2016

Die Sache mit der Hilfe

Kommen wir mal wieder zu einem meiner Lieblingsthemen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit zwei Jahren alleinerziehend.
An dieser Stelle möchte ich keine Grundsatzdiskussion anstoßen, sondern einfach niederschreiben, was mich seit heute früh (halb fünf) bewegt.

Montag, 25. Juli 2016

Perfide und gefährlich

In letzter Zeit häufen sich Anschläge. In den letzten Tagen kam es zu fürchterlichen Taten in Deutschland. Würzburg, München, Reutlingen, Ansbach.
Ich möchte nicht über die Taten spekulieren. Sie sind alle furchtbar. Menschen wurden getötet, Familien zerrissen. Mein ehrliches Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Was mich aber wirklich erschüttert, ist das Verhalten einiger Politiker.

Montag, 14. Dezember 2015

Alte Herrlichkeit ...

... oder wie alte Herren in Führungspositionen endlich umdenken sollten.

Seit nunmehr gut zweieinhalb Jahren arbeite ich in Teilzeit. Seit einem Jahr alleinerziehend. Ich habe eine Führungsposition inne und seit November einen neuen Bereich übernommen, zeige mich also flexibel und aufgeschlossen.

Donnerstag, 3. September 2015

Bedürfnisse

Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Thema, über das ich viel lese, das mich persönlich auch sehr beschäftigt. Ich möchte es heute einmal aus der Bedürfnisperspektive beschreiben. Bedürfnisse von Eltern und Bedürfnisse von Kindern.

Dienstag, 1. Juli 2014

Ganztags? Nein Danke!

Diese Woche ist mal wieder verschärftes Programm im Büro. Das heisst, dass ich wie immer um viertel vor sechs aufstehe, mich fix fertig mache, 65km fahre, gegen viertel nach sieben im Büro bin und den Arbeitstag beginne. Normalerweise arbeite ich durch bis 13 Uhr, düse nach Hause, sammel um zwei den Klabauter nach dem Mittagsschlaf bei der Tagesmutter ein, und wir haben den Nachmittag zusammen. Wenn er abends im Bett ist, gehe ich dann nochmal an den Rechner.

In den letzten zwei Tagen standen lange, späte Besprechungen an, sodass ich erst zwischen halb fünf und fünf wieder daheim war. Ich völlig platt, der Klabauter überreizt, kuschelbedürftig, quengelig, unausgeglichen - einfach schwer zu haben. In dem Zustand steht dann einkaufen, kochen, aufräumen, Wäsche  machen noch an. Dinge, die an den normalen Nachmittagen zwar auch nicht immer Spaß machen, aber einigermaßen stressfrei über die Bühne gehen und in den ganz normalen Ablauf integriert werden. So heisst es, es ein heulendes Kind abschütteln müssen, keine Pufferzeit haben, selbst eigentlich nur noch auf die Couch wollen - kurz: Frust für alle.

Deswegen: auch wenn es manchmal schwer fällt, sich um acht Uhr abends noch mal aufzuraffen und zu arbeiten; mein "normales" Zeitmodell möchte ich für nichts in der Welt eintauschen. Ganztags arbeiten, mein Kind nur abends sehen, sich aneinander aufreiben - das wäre nix für mich. In ein paar Jahren mag das anders aussehen, aber so ist mir der Klabauter noch zu klein. Völlig unabhängig davon, dass ich meine Zeit gerne mit ihm verbringe. Dass ich ihn gerne die Welt entdecken sehe. Dass ich seine Hauptbezugsperson sein möchte. Dass ich ihn auf seinem Weg begleiten möchte.


Ganztags? Nein danke!

Donnerstag, 12. Juni 2014

Völlig entspannt

Wir sind mal wieder unterwegs. Mal wieder in Südfrankreich. Und was soll ich sagen? Es ist völlig entspannt.
Wir sind ja von Anfang an mit dem Klabauter losgezogen. Und es war von Anfang an schön. Aber die letzten zwei Jahre waren Urlaub mit Kind. Das Kind war der Takt- und Rhythmusgeber. Zu Recht. Raum für die eigenen Urlaubsrituale war nicht. Jetzt, mit dem Zweijährigen, ist es plötzlich Familienurlaub. Raum für alle.
Wir haben auf der Herfahrt fast zwölf Stunden gebraucht. Dank regelmäßiger Pausen und einer elterlichen Dauerpräsenz auf der Rückbank lief es völlig stressfrei, ohne Geschrei oder Theater. Im Gegenteil. Er freute sich über grüne, gelbe, blaue Laster, hatte Spaß am Picknick zu Mittag und eine kurze Spanne überbrückte der kleine rote Traktor.

Hier unten empfing uns der Hochsommer. Wir behielten einen Tag die heimischen Zeiten bei und haben dann auf entspannt südländisch umgestellt. Der Garten ist eine Staubwüste. Der Klabauter liebt ihn. Er hat ihn mittlerweile wohl dreimal per Bagger und viermal mit der Schippe umgegraben, zwischendurch dreimal gefegt. Für Beschäftigung ist gesorgt. "Dosso" (Croissant) und "Babett" zum Frühstück sind die neuen Lieblinge. Und der Strand und das Meer sind sowieso großartig. Und abends gibts nach dem essen einen Spaziergang, oft noch eine Leckerei.

Aus Elternperspektive heisst das: morgens noch die Kühle geniessen dürfen, danach in aller Ruhe ausgiebig frühstücken können, Bude klarmachen, eine Runde an den Strand, träumen, buddeln, baden. Mittags ein Snack und dann zwei Stunden Ruhe zum schlafen und lesen. Nachmittags am Strand baden, beim buddeln das Kind rauslassen oder einfach in der Sonne liegen. Abends wieder gemütlich essen, danach noch etwas erkunden, Meer in der Abendstimmung geniessen und wenn der Klabauter schläft noch eine kleine Runde lesen. Mehr Urlaub geht nicht. Und alle sind glücklich.

Durch die verschobenen Schlafenszeiten haben wir es gestern sogar geschafft, mit einer befreundeten Familie abends essen zu gehen. Drei Kinder hatten Spaß am Tisch, später haben die Großen den Klabauter mitgenommen zum Seifenblasenpusten und die Erwachsenen konnten mal ungestört blödeln. Beim essen hat sich der Klabauter die Großen zum Vorbild genommen und ganz allein seine ganze Portion verputzt. So entspannt waren wir noch nie weg.

Ich freu mich auf die restlichen Tage und den WoMoTrip in zwei Monaten.