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Samstag, 2. Juni 2018

Süße Melancholie

Draussen sanfter Regen, drin Don Henley.

Die Gedanken kreisen kurz, spreizen dann ihre Schwingen und erklimmen ungeahnten Höhen und Weiten. Ziehen ruhige Bahnen durch das Jetzt, das Gestern und wagen einen Blick ins Morgen.
Verharren kurz im letzten Liebeskummer, fliegen dann einen Bogen über die sanfte See. Streifen durch den würzigen Wind, belächeln sanft den letzten Ärger im Büro. Kramen den letzten glücklichen Sommerurlaub hervor. Zeigen auf den endlosen Spaziergang am Meer und zaubern die kindliche Schokoschnute nach dem Besuch in der Eisdiele hervor. Malen den Traum des stolzen Schulkindes.
Schauen verwundert auf Dich und Deine Melancholie herab. Fragen sich, was aus Dir wohl wird. Beissen sich kurz an Deinen Unzulänglichkeiten fest, um dann mit einem aufmunternden Lächeln den Spiegel auf Deine liebenswerten und Deine starken Seiten zu drehen bis Du Dich wieder abwendest.
Sie setzten sich kurz auf die leisen Gitarrenklänge, fangen die Stimme ein und sagen Dir, dass doch eigentlich alles gut ist, so wie es ist.
Genieß es, lass Dich in Dein ganz eigenes Glück fallen.

Montag, 26. März 2018

Abtreibung mal anders rum

Durch die leidige Diskussion um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche habe ich in der letzten Zeit viel über das Thema "Abtreibung" insgesamt nachgedacht.

Die Argumente: "Keine Frau lässt sich durch Werbung zur Abtreibung verleiten", "keine Frau treibt leichtfertig ab" und (ganz wichtig!) "gebt uns die Selbstbestimmung über unseren Körper" möchte ich heute mal beiseite lassen und das Thema von der anderen Seite beleuchten.

Donnerstag, 8. März 2018

Entmystifiziert uns

Weltfrauentag. Viel Gepöbel heute im Netz. Aber auch gute, nachdenkliche Artikel.
Über Sinn oder Unsinn dieses Tages möchte ich nicht schreiben. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Aber wenn ich mir heute etwas wünschen darf, einen für mich wesentlichen Schritt zur Gleichstellung:
Entmystifiziert uns Frauen.
Gebt uns das Recht, über unseren eigenen Körper zu entscheiden, nehmt der Mutterrolle den Heiligenschein, erwartet von uns nicht die Hure. Nehmt uns als Menschen wahr.

Samstag, 3. März 2018

Fremdenfeindlich

Anfang der 80er Jahre zog meine Familie aus Hamburg in einen kleines nordbadisches Dorf.
Ich war damals noch ein Kind. Und irgendwie waren wir anders. Bunter, lauter und anders sprechend als die eingeborenen Dorfbewohner.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Systemfehler Krankheit

Gesellschaftlich ist ja die Wunschvorstellung, dass ein Elternteil maximal ein Jahr zur Kinderbetreuung zu Hause bleibt, und danach alle wieder brav Vollzeit arbeiten, während der Nachwuchs kompetent ganztags fremdbetreut wird.
Aber egal in welchem Umfang wieder gearbeitet wird, eine Tatsache  erweist sich als großer Stolperstein:
Bis zum Schuleintritt sind 12 Infekte im Jahr bei einem Kind völlig normal. Und wenn ein Kind früh und lange mit anderen Kindern in intensiven Kontakt kommt, werden die Infekte nicht weniger.
Und genau hier fängt der Eiertanz an: wohin mit dem kranken Kind?

Montag, 17. Oktober 2016

Die Sache mit der Hilfe

Kommen wir mal wieder zu einem meiner Lieblingsthemen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit zwei Jahren alleinerziehend.
An dieser Stelle möchte ich keine Grundsatzdiskussion anstoßen, sondern einfach niederschreiben, was mich seit heute früh (halb fünf) bewegt.

Montag, 25. Juli 2016

Perfide und gefährlich

In letzter Zeit häufen sich Anschläge. In den letzten Tagen kam es zu fürchterlichen Taten in Deutschland. Würzburg, München, Reutlingen, Ansbach.
Ich möchte nicht über die Taten spekulieren. Sie sind alle furchtbar. Menschen wurden getötet, Familien zerrissen. Mein ehrliches Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Was mich aber wirklich erschüttert, ist das Verhalten einiger Politiker.